Getreidesaat nach der Maisernte: Wie geht ihr da vor ?

27.08.2014 22:26 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2014 22:27)
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#1
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Hallo

In ein paar Wochen geht die Maisernte wieder los. Der eine Häckselt den Mais ab, der andere läßt den Mais mähen sodass das Maisstroh auf dem Feld liegen bleibt.

Einige von euch Säen dann Getreide an.

Was mich jetzt mal dazu interessiert ist:
Wie sieht bei euch die anschließende Bodenbearbeitung und die darauffolgende Getreideaussaat nach der Maisernte aus ? Was unternehmt ihr um den Mais zu zerkleinern. Wird bei euch Pfluglos Getreide gesät oder wird der Maisacker anschließen gepflügt und dann gesät ??

Wie sind da eure Erfahrungen ??

Gruß Alfred


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28.08.2014 10:49
#2
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Hallo Alfred,
das ist ein gutes Thema wo bestimmt auch die Meinungen auseinander gehen. Zum einen die die Pfluglos arbeiten und dann die die wegen Zünsler und Fusarium pflügen.

Bei mir wird generell vor Getreidesaat gepflügt. Die Maisstoppeln werden nach der Ernte direkt mit einem Schlegelmulcher von Dücker abgeschlegelt. Die Stoppeln sind bei mir nach dem Häckseln 20-30 cm lang, weil wenn ich kürzer Häcksel nur Sand und Dreck ins Silo bekomme. Durch das Abschlegeln sind die Stoppeln besser zu pflügen und verrotten besser. Maisstroh nach dem Dreschen wird genauso behandelt. Auch in anbetracht des Zünslers und Fusarium , sollte man schlegeln. Nach dem schlegeln kommt der Pflug mit Packer und Nachläufer. Am besten einer mit großen Vorschälern der die Stoppeln und das Stroh in die Furche legt. Pflüge mit Maisstroh Einweissbleche oben auf den Riestern bekommen das nicht so sauber drunter und dann holt beim säen die Kreiselegge hin und wieder Maisstoppeln hoch. Dann wird beim mir auch schon gesäet mit Kreiselegge und Drillmaschine. So wird bei mir jedes Jahr nach Mais Getreide gesäet.
Bin gespannt wie andere es machen. Dazu muß ich noch sagen das ich Sandboden habe. Auf anderen Böden sieht es bestimmt anders aus.

Gruß Uli


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29.08.2014 14:31 (zuletzt bearbeitet: 29.08.2014 14:40)
avatar  844er
#3
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Hallo Uli

Wichtig ist auch -um die Maisstoppeln/Maisstroh so klein wie möglich zu bekommen- das du das Maisfeld mit einem entsprechenden Mulcher bearbeitest, womit der Zerrottungsprozess gut vorangetrieben wird.

Nach dem Mulchen solltest man -so würde ich es machen- das Maisland pflügen um damit ein sauberes Saatbeet zu erziehlen.

Für eine anschließende Weizenaussaat würde ich (falls vorhanden) eine Rüttelegge mit Zahnpackerwalze in Komination mit der vorhandenen Sämaschine verwenden. Die Rüttelegge sollte dann alledings nich sehr tief eingestellt werden. Ich würde sie nur so tief einstellen, das die Fahrspuren des Schleppers eingeebnet werden um somit ein schönes ebenes Saatbeet zu erziehlen, was durch eine Rüttelegge in Kombination mit einer angebauten Zahnpackerwalze sehr gut errreicht wird.
Ein weiterer Vorteil einer Rüttelegge besteht darin, das diese deutlich leichtzügiger ist, als ein rotorbetriebenes Bodenbearbeitungsgerät (z. B. Fräse oder Kreiseleggen).
Zudem hat man mit der angebauten Zahnpackerwalze der Rüttelegge eine sehr gute Rückverfestigung.

So würde ich das Weizenland herrichten. Als Anhang sende ich dir noch ein Merkblatt (PDF-Datei) zum Download.

Aber auch hier ist noch ein interessanter Link: http://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/publi...nen/p_40559.pdf

Auf "agrarheute.com" habe ich diesbezüglich noch einen Videolink gefunden, den ich euch auch nicht vorenthalten möchte: http://mediathek.agrarheute.com/vsc_699_...-nach-Mais.html

Gruß
Alfred


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