Hydraulik IHC 553

28.10.2014 20:09 (zuletzt bearbeitet: 28.10.2014 20:12)
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#1
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Hallo und einen schönen guten Tag,

nachdem ich heute endlich mal die Zeit dazu gefunden habe und des Wetter entsprechend mitgespielt hat, habe ich mich mal auf die Suche gemacht, woher denn das Öl aus meinem 553 tröpfelt. Ziemlich schnell hatte ich die Steuergeräte als eine Ursache feststellen können. Aber auch an dem Flansch des Stellrohrs hat es ganz ordentlich herausgedrückt (kein Wunder, da war auch nur so ne komische Dichtungsmasse dazwischen, ohne eigentliche Dichtung).

Also, erstmal Öl abgelassen und dann Stück für Stück zu den Übeltätern vorgearbeitet. Soweit hat alles auch ganz gut geklappt.
Jetzt habe ich aber folgendes Problem: Ich bekomme das Stellrohr nicht von den Stellwellen, bzw. lassen sich die Stellwellen nicht (wie im Wartungshandbuch beschrieben) aus dem Hydraulikgehäuse entfernen. Ein Grund dafür könnte sein, dass da an dem Gestänge der Regelhydraulik schonmal mehr oder weniger fachmännisch repariert wurde. Es sind deutlich Spuren von einer Flex zu sehen, wenig professionelle Schweißnähte und auch manch ein Gestängeteil sieht nicht wirklich ordentlich produziert, sondern eher wie in der Garagenwerkstatt hergestellt aus. Das dürfte für mich weiter kein Problem sein, weil ich mit der Hydraulik lediglich eine Transportbox fürs Holz anbauen will. Aber dicht sollte das ja schon alles sein, zumal ich auch bald zum TüV muss.

Nun meine Fragen:

- gibt es da einen speziellen Kniff, wie man das Stellrohr von den Wellen abbekommt? Oder bleibt mir nur übrig, den Kotflügel abzubauen?
- wie sieht es denn mit dem Regelsteuergerät aus? Kann ich da einfach die Schrauben lösen und es nach vorne herausnehmen? oder muss da was im Innenleben der Hydraulik noch beachtet werden? (das scheint nämlic h auch nur mit dieser komischen Dichtmasse eingesetzt zu sein)
- ich habe im Forum schon ein paar mal gelesen, dass zusätzlich zu den Dichtungen noch Dichtmasse benutzt wird. Ist das wirklich nötig, oder empfehlenswert? falls ja, womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht?

Besten Dank soweit für Eure Hilfe!

Viele Grüße, Thilo





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03.11.2014 20:23
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#2
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Hallo zusammen,

hab mal in einer Fachwerkstatt nachgefragt, was es kosten würde, meinen Hydraulikblock komplett neu abdichten zu lassen. Mir wurden 1000 - 1200 € genannt. Hat da jemand Erfahrungswerte, ob das ein reeller Preis ist?

Viele Grüße, Thilo


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04.11.2014 18:55
#3
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Profi

Hallo Thilo,
leider kann ich dir nicht mit einem Erfahrungswert dienen. Hab bei meinen Schleppern sowas noch nicht machen lassen sondern nur da wo es wirklich notwendig ist.
Was willst du denn abdichten lassen nur da wo es etwas leckt oder generell alle Dichtungen im Schlepperheck. Da kann ich mir auch gut vorstellen das da schon einiges an Kosten zusammen kommen wenn Dichtungen und Arbeitsaufwand gerechnet wird , eine Facharbeiterstunde wird ja meist so mit 60 - 80 Euro gerechnet. Oder willst du nur die Steuergeräte abdichten lassen? Da denke ich sind sind die Kosten schon sehr hoch. Laß dir mal erklären wie dieser Kostenvoranschlag zustande kommt und was da alles drin ist.

Gruß Uli


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04.11.2014 20:09
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#4
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Hallo Uli,

ich habe den Verdacht, dass bei meinem Schlepper das Hydrauliköl ins Getriebe läuft. Von daher muss der Hydraulikblock eh runter und dann wäre es ja sinnvoll, direkt alle Dichtungen neu zu machen.

Heute war noch ein zweiter Landmaschinenmensch bei mir, der hat mir die gleiche Summe genannt. Scheint also reell zu sein.
Allerdings hat er zusätzlich festgestellt, dass Spiel in der Lenkung ist und noch ein paar Sachen mehr. Also vermutlich nochmal ein Tausender, bis ich meinen 553 durch den TüV habe.

Da hab ich mir ne ganz schöne Baustelle angelacht....... :-(

Trotzdem vielen Dank für Deine Antwort.


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04.11.2014 20:24
#5
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Profi

Hallo Thilo,
also wenn du selbst keine 2 linken Hände und Spaß am Schrauben hast, dürfte das eigentlich keine allzugroße finanzielle Baustelle werden.
Wenn tatsächlich Hydrauliköl ins Getriebe läuft, dann kann das eigentlich nur der Deckel, der von unten an den Hydraulikblock geschraubt ist, sein.
Also Block runter und einmal neu machen. Aber beim festdrehen der Schrauben aufpassen, dass sie nicht zu fest angezogen werden, sonst verzieht sich der Deckel!
Das Spiel in der Lenklung ist halb so wild, die Kugelköpfe können schonmal was kosten, die Lagerung des Umlenkhebels allerdings kostet noch keine 50€.
Habe das selbst gerade bei meiner Achse vom 624 durch (baugleich mit der vom 523, 553, 654, 724 und 824) Das sind dann 2 Nadellager mit Innenringen, die da getauscht werden müssen.
An sich ist das nicht viel, allerdings muss die Vorderachse dazu abgebaut werden, wie gesagt, relativ wenig Kosten, viel Arbeit.
Die Steuergeräte abzudichten ist auch mehr Arbeit, als dass es kostet. Zwischen jedem Steuergerät sinds O-ringe und zumindest bei den EW´s sinds ein kleiner Kunststoff- und ein kleiner
O-Ring. Wegen dem Stellrohr gucke ich mal ins Werkstatthandbuch.

Gruß Sebastian


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07.11.2014 20:23
avatar  IHC 553
#6
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Hallo Sebastian,

vielen Dank für Deine Antwort. Wenn ich den Hydraulikblock abnehme, hat sich das mit dem Stellrohr ja erledigt. Dann krieg ich das auch ab.
Die Frage bei der Hydraulik ist halt, ob da nicht noch mehr kaputt ist. An dem Hubzylinder soll es einen Schnurring geben, der wohl auch dran Schuld ist, dass das Öl runter ins Getriebe läuft. Dann müsste ich den Zylinder auch ausbauen und dann kann ich die Hydraulik eigentlich auch gleich komplett zerlegen und neu abdichten. Die Frage ist, krieg ich dann auch alles wieder zusammen? Und ganz wichtig, so dass es funktioniert? ;o) Der eine Händler hat was von komplizierten Einstellungen beim Zusammenbau erzählt, der nächste meint, dass kann man gar nicht selber machen.........das ist aber auch der gleiche gewesen, der das Lager am Umlenkhebel der Lenkung ausdrehen und eine neue Gleitbuchse einpassen wollte! Auf die Idee mal im Ersatzteilkatalog nachzuschauen, bin ich gar nicht gekommen........wozu hat man das denn? ;o) Also das Problem mit der Lenkung sollte dann echt kein Problem sein, neues Lager rein und gut.

Viele Grüße, Thilo


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07.11.2014 21:24
#7
IH

Hallo. Also wenn das Hydrauliköl ins Getriebe läuft dann gibt es nur die Möglichkeit das der Blechdeckel undicht ist. Wenn die Abdichtung vom Kolben undicht ist dann läßt dein Hubwerk hinten langsam nach. Also ist bei Belastung ständig am nachregeln.
Ist wirklich kein Problem selber zu machen. Aber wie schon gesagt die Schrauben vom Blechdeckel nicht zu fest anziehen. Kann dir die Teile besorgen wenn Interesse besteht. Können dann auch gerne telefonieren.


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11.11.2014 22:36
avatar  IHC 553
#8
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Hallo, leider bin ich nicht dazu gekommen zu testen, ob die Hydraulik absinkt oder nicht. Jetzt ist das Öl schon raus und die Hydraulik teilweise zerlegt. Ich denke, ich werde es erstmal nur mit dem Deckel zum Getriebe probieren. Wegen den Ersatzteilen melde ich mich gerne mal bei Dir.
Wie ist das denn mit dem Regelsteuergerät? Da fehlt die Dichtung zum Hydraulikblock, ist nur mit so ner Dichtungsmasse eingesetzt. Kann ich das einfach ausbauen, neue Dichtung drauf und wieder rein? Oder wird das ne größere Geschichte?

Viele Grüße, Thilo


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