Lastschaltung Maxxum 5120 Pro

23.07.2020 22:16
#1
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Hallo Leute und Maxxum Kenner,

ich habe mal wieder mit meinem Maxxum 5120 Pro Bj. 1997 und knapp 3400 Std. ein Problem. Mit der Lastschaltung hatte ich ja schon öfter das ein oder andere kleine Problem, was ich hier auch einige Male dargestellt habe.
Nun tritt ein neues Phänomen auf:
Die vierte Lastschaltstufe, in jeder Gruppe, funktioniert im kalten Zustand zu 98% nicht. Sobald der Motor Temperatur hat (ca. 0,5 Std. ackern, oder Strassenfahrt in LS 3) funktioniert die vierte Stufe wieder ohne Probleme.
Wenn die 4 Stufe nicht funktioniert, leuchtet auch sofort die gelbe Getriebestörlampe auf. Erst nach betätigen der Kupplung und runterschalten in z.B. Stufe 3 fährt der Schlepper wieder. Wenn die Kupplung nach dem Runterschalten getreten bleibt, blinkt die gelbe Lampe meistens 6 mal, selten auch 5 mal auf.
Nun habe ich die Steckkontakte an den 4 Druckschaltern (rechts am Getriebe) auseinander gezogen und mit Erstaunen eine Flüssigkeit (leicht ölig) in den Steckern festgestellt. Der Schlepper hat seit mindestens 10 Wochen kein Wasser gesehen und steht trocken in der Halle.
Auch eine kräftige Bremsenreiniger Dusche in die Kontakte und eine mehrstündige Trockenzeit war nicht zielführend, so das sich immer noch eine feucht aussehende Flüssigkeit in den Steckern und Gegensteckern befindet. Das gesamte Umfeld der Stecker ist absolut trocken, kein Öl oder sonstige Feuchtigkeiten! Die Spannung in den Steckern beträgt in allen LS Stufen nur 6,5 V, ist das normal? Müssen dort nicht min. 12,...V, oder die Bordspannung von über 13 V an den Steckern ankommen?
Woher kommt diese ölige Feuchtigkeit in die Stecker?
Warum kann anscheinend selbst Bremsenreiniger diese Flüssigkeit nicht entfernen?
Hat jemand den Fehlercode für die Getriebestörlampe?
Ich habe hier im Forum schon viel über LS Probleme gelesen, aber über Feuchtigkeit in den Steckverbindungen nichts gefunden.
Viele, viele Fragen, ich weiß und hoffe jemand hat eine Idee....

Kann jemand helfen?

Vielen Dank

Gruß
Wolfgang


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24.07.2020 07:25
avatar  844er
#2
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Profi

Moin

Das hört sich ja sehr merkwürdig an.
Da ich mich nicht damit auskenne wäre meine Frage zu den Druckschaltern: Sind oder werden diese mit Öl versorgt ? Wenn ja, kann es sein, das diese 4 Druckschalter Öl durch lassen ?
Könnte es am P1-Druck liegen, das dieser ggf. zu hoch ist ?
Wenn dir hier keiner helfen kann, dann würde ich zur CASE IH Werkstatt deines vertrauens fahren.
Halte uns bitte auf dem Laufenden.

Gruß Alfred


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24.07.2020 13:22 (zuletzt bearbeitet: 24.07.2020 13:25)
#3
Ur
Profi

Hallo Wolfgang,
die Druckschalter sind im Öl. Ich hatte erst letzte Woche ein ähnliches Phänomen (als ob sich die Maxxums abgesprochen haben):
Ich hatte ständig unter dem Hydraulikölfilter am Batteriekasten einen Flecken von Hydrauliköl. Der Filter selbst war außen ebenfalls leicht ölig.
Also hatte ich die Filterpatrone getauscht und zwei neue O-RInge eingebaut. Es half nicht wirklich
Letzten Donnerstag war ich gerade los, als die zweite Schaltstufe ausstieg und kein Antrieb mehr da war. Die orange Leuchte war auf Dauerlicht und ließ sich auch durch Kuppeln nicht zurücksetzen. Auch ein Neustart des Motors half nicht.
Im Werkstatthandbuch stand dann, dass es wahrscheinlich ein Masseschluß am Elektroventil sein könnte. Ich habe mir preiswert ein neues Ventil kommen lassen und Dienstag wollte ich es schon einbauen (www.at-anbaugeraete.de). Die anderen LS funktiomnierten einwandfrei.
Dafür habe ich übrigens den Batteriekasten komplett abgebaut.

Die 2 LS ist die vorletzte von oben gesehen.
Ich habe eine großen Schraubenschlüssel angesetzt und war sehr verwundert: das Ventil war noch gerade so mit etwa einer WIndung im Gewinde. Da kam dann auch das Öl raus und tropfte oben auf den Ölfilter ......
Ich habe das neue Ventil eingeschraubt und alles war wieder ok.
Was mir noch aufgefallen war, und das wollte ich dieses Wochenden eh jier posten: die Dichtung, wie sie am Ersatzteil auf dem neuen Ventil vorhanden war, war an dem alten Ventil nicht (mehr?) vorhanden. Das schien aucn schon länger lose gewesen zu sein, denn das Gewinde war angelaufen.

Was hat meiner gmacnt? Wenn ich in die 2. LS schaltete hat es ab und an ein bißchen geruckelt und gab aus dem Getriebe so Schaltgeräusche. Aber es tat sich nichts. Die Kontrollleichte zeigte Dauerlicht, was für Fehlerstrom stehen soll. Aber da muss ich noch mal genau nachschauen.

Das Dauerblinken ist ein Zeichen dafür, dass zu viele oder keine Schaltsignale ankommen. Das müsstest Du mit einmal Kuppeln wieder reseten können. Wenn nicht, dann lohnt sich ein Blick auf dem Kupplungsschalter (den habe ich mir in GB bestellt. Der wird dieses Wochenende getauscht, weil er ziemlich ausgelutscht ist und eine recht zentrale Aufgabe hat).

Was kann ich Dir denn jetzt raten? Schau Dir mal das Ventil der LS genau an. Ich würde es einmal ausbauen. Da ist vorne eine Bohrung die inms Gehäuse führt. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Öl sich da durch drückgt und am Ende zwischen den beiden Kabel in der Ummantelung in den Stecker gelangt.
Jedenfalls nbin ic jetzt wirklich neugierig, was es bei Deinem ist.
Melde Dich mal.

Gunnar

Ach ja: ich meine gelesden zu haben, dass das mit den 6,5 V genau richtig ist, Und irgendetewas über 6 Ohm müsstzest Du messen, wenn die Ventile in Ordnung sind


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24.07.2020 22:13
#4
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Hallo Gunnar,

danke erstmal für deine Ausführungen. Wie ich schon in der Störungsbeschreibung beschrieben habe, sind die Steckkupplungen, die an jedem Druckschalter dran sind, von außen absolut trocken. Es tritt auch nirgendwo Öl aus. Der gesamte Bereich um den Druckschaltern und den Magnetventilen ist trocken.
Wie kommt nun diese merkwürdige Ölähnliche Flüssigkeit direkt in die Kontakte der Stecker und Buchsen. Die Flüssigkeit läßt sich auch mit einer kräftigen Bremsenreinigerdusche nicht entfernen...?
Ich habe ein Bild eines Druckschalters mit dem entsprechenden Stecker und der grünen Dichtung angehängt.
In diesen Steckern und den zugehörigen Buchsen befindet sich diese Flüssigkeit. Aus den Kabelschutzrohren kommt auch nichts, sind leicht verschmutzt, aber trocken.
Wenn bei getretener Kupplung die LS 4 eingeschaltet wird und dann die Kupplung losgelassen wird, gibt es ein recht lautes Schaltgeräusch
im Getrriebe und es geht sofort die gelbe Lampe an.

Meinst du, das der Kupplungsschalter das Problem sein kann, wenn nur die vierte LS Stufe im kalten Zustand nicht funktioniert?

Hast Du den Fehlercode für 5 x bzw. 6 x Blinken der Getriebekontrolllampe?
Hast du den Druckschalter (Bild), oder das Magnetventil getauscht?
Was hat Der Druckschalter gekostet?

Dein Link funktioniert nicht, dort wird ein Nutzername und ein Passwort verlangt.



Ich werde weiter suchen und berichten, wenn ich neue Erkenntnisse gewonnen habe.

Gruß
Wolfgang


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26.07.2020 15:34
#5
Ur
Profi

Zum Blinkcode:
5* bedeutet Schalterstromkreisausfall des ankommenden Kuppliungsdruck
6* keinen oder mehrfach Kupplungsdruck erfassst
"Dauerblinken" Sttromkreisfehler des Kupplungspedalschalters

Die Prüfung des Latsschaltmagnets geht so:

Sicherung F28 prüfen
Zündschlüssel auf ON drehen
Zwischen den Klemmen des Magneten müssen ca. 5 bis 7 Ohm anliegen (bei mir wren es nur noch knapp 4 Ohm)

Druckschalter:
Druckschalter vom Kabelbaum abklemmen
Zwischen den Klemmen des Druckschalkters muss Stromdurchgang vorhanden sein

Kuppliungspedalschalterr:
Schalter vom Kabelbaum abklemmen (am besten Instrumententafel abschrauben)
Zündung ON und Kupplunhgspedal druchtreten und halten.
Stromdurchgang muss gemessen werden.

Du solltest aber auch mal schauen, ob Du die eventuell vorhandene Kriechganggruppe nicht eimgeschaltet hast.

Der Druckschalter, so wie Du ihn als Bild eingestellt hast, kostet bei A&T Anbaugeräte OHG 149,00 €.
Die E-Mailadresse ist info@at-anbaugeraete.de Tl. 08786 964642

Den Kupplungsschalter habe ich in GB für 73,98 Engl. Pfund (E-Mail parts@chanlevs.com) in drei Tagen zugeschickt bekommen.
Diese Fa. heißt John Charnley & Sons. Auf der Insel gibt es scheinbar sehr viele Maxxums und da bekommt man oft sehr preiswert original Ersatzteile.
Mein Kupplungsschakter war ausgelutscht und hat nicht immer ordentlich geschaltet.

Wenn Du bei Dir den Schalter tauschen willst folgender Tipp: Du kannst von rechts die Schrauben mir einem längeren Schraubendreher viel besser erreichen. Dafür musst Du die rechtes Abdeckung der Sicherungskasten abnehmen. Und Du musst besser die Instrumententafel ausbauen und abheben (4 Schrauben). Bei der Gelegenheit kasstn Du auch das Innenleben auspusten. Das wird sich lohnen.

Zu der Flüssigkeit:
Das kamnn ich mir nicht wirklich erklären. Da verlaufen doch eingentlich keine Leitungen etc über den Lastschaltblock.
Ich dachte, dass der Schalter eventuell innen leckt und dann die Flüssigkeit in den Bereich gelangt. Vorne an dem Schalter ist eine Bohrung. Ich dachte, dass das eventuell was rein drückt. Vielleicht kannst Du da mal Druckluft drauf geben und schauen, was passiert? (Nur so eine Idee)

LG Gunnar


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04.08.2020 22:04
#6
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Hallo Forumler, hallo Maxxum Fahrer,

es gibt neue Erkenntnisse zu meinem LS Problem.

Ein kleinerer, aber alteingesessener Case/IHC Händler hat mir zu meinem Flüssigkeitsproblem (Öl) in den Steckverbindungen der 4 Druckschalter der LS Stufen folgendes, für mich (gelernter Elektroniker) nicht nachvollziehbares, erklärt:
Das Öl in den Steckverbindern kommt über die Kupferlitze ......? aus den Druckschaltern. Das bedeutet, die Schalter werden zu den Anschlußdrähten undicht und über die Kupferleitung (ca. 1,0 mm²) innerhalb der Isolierung wandert langsam aber stetig ein wenig Hydrauliköl zu den Steckverbindern.
Der Händler meinte, das hätten Sie bei den Maxxums ein, zweimal gehabt. Druckschalter getauscht und alles war wieder gut.
Das Problem soll auch bei den ersten CVX in ähnlicher Form aufgetreten sein. (CVX = Vario...?)
Ich mochte seine Ausführungen nicht wirklich glauben, habe mir aber dann die Mühe gemacht, sämtliche Steckverbindungen zu den Druckschaltern mit Putzlappen und feinem Werkzeug, so gut es ging vom Öl befreit und wieder fest zusammen gesteckt. Bei der folgenden Probefahrt, ich mochte es nicht glauben, funktionierte alles bestens, keine Ausetzer der LS Stufen....!
Bei den Transport und Ackerarbeiten in der letzten Woche wurden die einzelnen LS Stufen besonders oft betätigt, kein einziger Aussetzer. Ich bin erstmal begeistert.
Nun wird dieser Fehler sicher irgendwann (wenn das Kabel Öl gezogen hat...?) wieder auftreten. Dann schaue ich mir die Stecker nochmal an, um dann zu entscheiden, ob ein paar neue Druckschalter gekauft und eingebaut werden.
Also, das Kupferleitungen, Öl ziehen oder durchleiten sollen, hatte ich bis heute auch noch nicht gehört. Aber man lernt nie aus.
Vielleicht kann jemand mit ähnlichen Problemen, auch mal solche Steckverbindungen (Bild in einem meiner vorherigen Beiträge zu dem Thema) auf Feuchtigkeit, oder Öl prüfen.

Vielen Dank für Eure vielen Tips und Hinweise.

Gruß
Wolfgang


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05.08.2020 19:41
#7
Ur
Profi

Vielen Dank für Deine Rückmeldung!Da lagen wir ja goldrichtig mit der Vermutung, dass "der Schalter innen leckt".Das wird sicher eine große MAXXUM-Fan-Gemeinde inmteressieren


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