Krähenschaden im Maisfeld

18.05.2015 22:29
#1
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Hallo zusammen,

vor ca zwei Wochen haben wir unseren Mais gelegt (Ca 2 ha Silomais für den Eingenbedarf)
Heute bin ich durch Zufall am Maisacker vorbeigekommen und habe mit Schrecken festgestellt, dass ca 75% der Pflanzen abgefressen worden sind.
Zudem konnte man in den letzten Tagen immer ca 30-40 Krähen auf dem Acker beobachten.
Mir stellt sich jetzt die Frage, wieso die Krähen ausgerechnet auf unserem Acker zugange waren, liegt es entweder daran, dass unser Mais Biomais ist
und evtl schmackhafter ist, da das Saatgut nicht gebeizt ist, oder liegt es daran, dass wir den Mais früher wie die benachbarten Landwirte gelegt haben und unser Mais
eben auch früher als Futterplatz dienen konnte?
Bin da momentan echt ratlos. Ich besorge mir in den nächsten Tagen nochmal Saatgut und dann werden die 2ha eben neu gelegt.
Hat von euch jemand ne Idee, wie ich die Krähen vom Mais fernhalten könnte?

Gruß Sebastian


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19.05.2015 05:01
#2
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Hallo Sebastian,
das ist sehr ärgerlich. Da haben die Krähen den nicht gebeizten Mais gefunden. Wenn du neuen Mais legst und der ist wiederum ungebeizt werden die den auch fressen.
Ich weiß da keinen Rat außer das du gebeizte Ware nimmst . Was bietet der Biologische Anbau bei solch Problemen für Möglichkeiten?

Gruß Uli


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19.05.2015 15:30
#3
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Hallo Uli,
ich habe heute mit mehreren Jägern gesprochen und die sind sich alle einig, dass die 5cm großen Pflanzen keinen Unterschied zwischen konventionell und Bio haben,
da das Beizmittel ja nur am Korn hängt und nicht an der gewachsenen Pflanze, oder sehe ich das falsch?
Man kann die Krähen jeden Tag mit einem Vogelschreck verscheuchen, bis der Mais groß genug ist, das wäre eine Variante oder eben ne Gummikrähe aufhängen,
die gibts im Jagdbedarf zu kaufen. Mittlerweile ist aber der Mais auf den benachbarten Äckern auch 3-4cm groß,
ich hoffe, wenn ich ihn jetzt nachlege, dass die Krähen dann zuerst am größeren Mais interessiert sind.

Gruß Sebastian


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19.05.2015 21:09
#4
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Hallo Sebastian,
die Krähen fressen ja nicht die Pflanze sondern wollen an das Korn. Da ist der Keimling der rausguckt sehr Hilfreich denn da brauchen die nur dran ziehen und das Korn ist frei. Das machen die auch nur bei sehr jungen Pflanze weil irgendwann aus dem Korn eine Pflanze gewachsen ist und das Korn nicht mehr vorhanden ist. Bei gebeizten probieren die das auch aber wenn sie die Beize am Korn schmecken machen sie auf dem Acker nicht weiter. Die sind leider sehr Lernwillig und wenn die das raus haben hilft nur noch Abschuss denn das hilft nur. Wenn du sie verscheuchst sind sie wieder da wenn du weg bist auch Vogelattrappen hilft nur Kurz das haben die auch schnell raus. Was noch hilft ist wenn da ein Falkner mit seinem Falken arbeitet , das mögen die Krähen garnicht. Hab mal ne Doku gesehen wo Saatkrähen in Wohngebieten zur Plage wurden , da wurde auch vieles probiert auch Schreckschuss. Das hatten die schnell raus und hat die bald nicht mal aufgeschreckt. Dann kam ein Falkner und hat seinen Falken fliegen lassen und das hat zum Erfolg geführt.

Gruß Uli


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19.05.2015 21:45
#5
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Hallo Uli,
Abschuss habe ich auch schon überlegt, das Problem ist allerdings, dass die Krähen von Februar bis August in der Schonzeit sind und in dieser Zeit nicht geschossen werden dürfen.
Ich muss mir also anderweitig Gedanken machen. Einen Falkner gibt es leider bei uns hier in der Gegend nicht. Es gibt eine Firma im Internet, nennt sich glaub ich Ornitec oder so,
die meinen, man könnte die Krähen mit abgespielten Krähenpaniklauten abwehren...oder ich müsste mich beim Bio-Verband umhören, ob es Bio-Beizmittel oder ähnliches gibt.

Gruß Sebastian


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20.05.2015 19:38
#6
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Hallo Sebastian,
bei deinem Bioverband würde ich auf jeden Fall nach Lösungen fragen da sie ja die Vorgaben machen.
Desweiteren hast du das auch als Wildschaden bei dem Jagdpächter angemeldet, und da du schreibst das die Krähen geschossen werden dürfen ist es doch ein Wildschaden.

Gruß Uli


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20.05.2015 22:32
#7
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Hallo Uli,
das neue Saatgut ist heute gekommen, morgen wollen wir legen.
also man soll den Boden nach dem Legen auf jedenfall anwalzen, am besten mit einer normalen Cambridge Walze, damit
die Krähen 1. keine Reihenstruktur mehr erkennen können und 2. soll das Graben nach Körnern so erschwert werden, denn die Krähen graben
wohl nur 1-2cm tief. Ich bin mal gespannt, wass passiert, ich werde auf jedenfall berichten.

Gruß Sebastian


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14.06.2015 11:37 (zuletzt bearbeitet: 14.06.2015 11:38)
#8
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Hallo zusammen,
aufgrund der Trockenheit bei uns hat das Auflaufen vom nachgelegten Mais ne ziemliche Weile gedauert.
Auch hier ist aber erneuter Krähenschaden deutlich erkennbar. Habe mich nochmal ein wenig informiert, ein Bio-Beizmittel gibt es nicht.
Auf dem Gebiet des Bio-Maisanbaues muss wohl noch etwas Pionierarbeit geleistet werden. Man müsste irgendein Mittel haben,
das die Krähen vom Geschmack und evtl. auch vom Geruch her fern hält, allerdings muss es irgendetwas natürliches sein.
Allerdings sollte man, wie ich erfahren habe, den Boden nicht zu fein mit der Kreiselegge vorbereiten.
Unsere Boden sind relativ rau, mit viel rotem Lehm, da sollten dann schon noch etliche Klumpen zurückbleiben und der Mais sollte schon recht tief gelegt werden.
Denn wenn der Keimling sich dann erst durch mehr Erde bis nach oben und dann noch durch die raue Oberschicht bzw Klumpen arbeiten muss, ist das Korn bis zum Auflaufen
schon fast verbraucht und hat viele Wurzeln gebildet. Denn an den raueren Stellen auf dem Acker steht der Mais trotz den Krähen einwandfrei.

Gruß Sebastian


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14.06.2015 19:14
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#9
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Hallo Sebastian,
ich hab das letztens irgendwo gelesen, dass es die Möglichkeit gibt, das Saatgut zur Fraßabschreckung bei Vögeln einfach nur zu färben.
Über daraus resultierende Erfolge kann ich so jetzt nichts sagen. Aber vielleicht wäre es für dich ja interessant dieses Thema weiter zu verfolgen. Einfach mal googeln, vielleicht findet sich ja was.
Gruß Andreas


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