Rundballensilage

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17.11.2013 20:04
#1
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Profi

Nabend zusammen,
ich war am Freitag auf der Agritechnica und habe mich mich vielen Infos und Prospekten versorgt.
Das vergangene Wochenende bestand daher natürlich aus vielen Fachsimpel-Gesprächen von mir und meinem Vater.
Wir sind zum Entschluss gekommen, in Zukunft die Grassilage vorwiegend in Ballen machen zu wollen.
Es ist zwar möglich, dass man den 3. Schnitt, Herbstackerfutter wie Futterraps o.Ä. mal in einem Fahrsilo siliert,
aber die 450 Ballen 1. und 2. Schnitt sollen rund werden.
Momentan machen wir zwar auch schon Ballen, aber das System soll verbessert werden, damit wir schlagkräftiger und günstiger
Silieren können. Bislang wurden die Ballen auf der Wiese gewickelt und unter Büsche oder Bäume gesetzt, da sie sonst von den Vögeln angepickt werden
und wenn alles fertig gepresst und gewickelt war, wurde erst mit dem Heimfahren der Ballen begonnen.
D.h. bis der 1. Schnitt fertig war, dauerte es gut und gerne 3 Wochen.
Wir sind schon seit längerem am überlegen, uns einen Strangwickler und einen Ballenselbstladewagen zuzulegen.
Auf der Agritechnica habe ich mich dann informiert und festgestellt, dass die Maschinen zwar echt klasse arbeiten und für uns wie zugeschnitten sind,
aber eben die ganze Sache auch seinen Preis hat. Sowohl der Wagen als auch der Wickler sollen 30.000 € kosten.
Das sind folgende Maschinen:
http://www.youtube.com/watch?v=ydKiN8Ay1LI
und
http://www.youtube.com/watch?v=xYwHmZZVK2g

60.000€ sind mir zu teuer.......also selbst bauen :-)

In Zukunft sollen die Ballen zuhause auf dem Siloplatz gewickelt werden und mit dem Ballenladewagen aus dem Feld zusammengefahren werden.
Im Prospekt des Herstellers des Wicklers steht, 4 Ballen pro Minute, 40% Folienersparnis.

Was meint ihr zu dem System?

Gruß Sebastian


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18.11.2013 19:39
#2
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Profi

Hallo zusammen,
bin jetzt fest entschlossen, alles selbst zu bauen,
die Teile habe ich schon teils aus geschlachteten Maschinen zusammengesammelt.
Mal sehen, was ich zuerst baue, wahrscheinlich den Ballenwagen, kann den dann nächstes Jahr schonmal
ausgiebig testen.
Bin mal gespannt, ob ich das alles so schaffe, wie ich es vor habe.

Gruß Sebastian


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18.11.2013 19:55 (zuletzt bearbeitet: 18.11.2013 19:59)
avatar  844er
#3
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Profi

Hallo Sebastian,

ABER ich glaube -ohne dir was zu wollen- da wirst du dich ein bisserl übernehmen....
Was einen Ballentransportwagen angeht...

Guck mal hier: DER BALLEN BOY



Wär das was für dich zum nachbauen ???

Gruß Alfred

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18.11.2013 20:28
#4
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Profi

Hallo Alfred,
ich werds zumindest versuchen, es liegen schon konkrete Ideen, Umsetzungsvorschläge und auch
dementsprechende benötigte Teile vor, ich habe irgendwie den Ansporn das zu schaffen :-)
Als gelernter Industriemechaniker im Bereich Maschinen und Systemtechnik bin ich dem Maschinenbau ja nicht so ganz fremd,
habe ja meinen Doppelschwader schon selbst gebaut....wenn ich damit anfange werde ich auf jeden Fall umfassend berichten ;-)

Der Ballenboy ist recht simpel aufgebaut, ich würde nur gerne mehr als 4 Silageballen laden, 6 mindestens, besser noch 8.
Der Vorteil des Ballenboy ist allerdings, dass man nicht viel Mechanik konstruiren muss.
Man müsste den Ballenboy zweireihig bauen können, dann wird er aber zu breit.

Gruß Sebastian


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18.11.2013 20:39
avatar  844er
#5
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Profi

Hallo Sebastian,

HIER:



UND DANN auch noch mit dem "richtigen" Trecker davor...

Gruß Alfred

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18.11.2013 20:52
#6
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Profi

Das wäre allerdings auch ne Maßnahme...habe den auch schonmal im Internet gesehn....
Diese Version für 8 Ballen wäre nicht allzu kompliziert zu bauen, muss ich
mit meinem Vater mal drüber reden....
Danke für die Erinnerung, hatte das System schon vergessen :-)


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18.11.2013 20:59
avatar  844er
#7
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Profi

Tja.., was soll ich sagen.... IM CASEIH-Forum, DA werden sie geholfen

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18.11.2013 22:45
#8
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Profi

Hallo Sebastian,
warum willst du eigentlich vom Silo auf die Ballen umrüsten? Das ist doch mit sehr hohen Kosten verbunden.
Für mich kamen damals nur Ballen in Frage wenn maximal 10 Ballen zusammen kamen. Wenn es mehr war grundsätzlich ins Fahrsilo. Alleine das Pressen und Wickeln ist Kosten und Zeit intensiver. Technisch bist du doch jetzt gut aufgestellt. Warum das alles wieder ändern und in die neue Technik investieren. Da mußt du so einige Kühe melken um es wieder rein zu wirtschaften. Sorry aber das ist meine Meinung.
Zum Folienschlauch hab ich noch Fragen. Wie wird da eigentlich der Anfang und das Ende gewickelt? Werden die einzelnen Ballen so stark aneinander gepreßt das die Luft zwischen den Ballen entweicht und keine Schimmelbildung entsteht? Hast du einen befestigten Platz wo du den Schlauch ablegst weil Wühlmäuse diesen gerne bei unbefestigten Untergrund anknabbern.
Gruß Uli


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18.11.2013 23:26
#9
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Profi

Hallo Uli,
also ich muss dazu sagen, dass wir schon seit 1996 ausschließlich Ballensilage machen, habe letztes Jahr erst wieder mit Fahrsilo angefangen.
Das Fahrsilo hat im großen Stil keinen Wert für uns, da mein Vater und ich die Arbeit alle allein und selbst machen. Die Menge Fahrsilo können wir nicht
auf einmal machen und 2 Haufen für den 1. Schnitt ist auch nicht das wahre, außerdem haben wir keinen befestigten Siloplatz, dass man da verlustfrei silieren könnte.
Bei den Ballen kann ich den 1. Schnitt auf 2 oder 3 mal aufteilen, je nach Wetterlage, Wiesenaufwuchs etc...
Die Presse und ein Wickelgerät sind sowieso schon vorhanden.
Der Siloplatz, den wir jetzt nutzen wäre vom Untergrund super für die Schlauchablage geeignet, wir hatten noch nie Probleme mit Ungeziefer.
In den letzten Jahren war die Ballensilage allerdings sehr zeitaufwendig und kostenintensiv, daher wollte ich das Verfahren gerne schneller und günstiger machen,
was ich mit einem Ballenladewagen und mit einem Strangwickler auch gut erreichen könnte.
Als Verschluss wird einfach ein normal gewickelter Ballen mit durch den Wickler "geschickt".
Ich denke, das wird ganz gut funktionieren.

Gruß Sebastian


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19.11.2013 12:44
#10
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Profi

Hallo Sebastian,
da war ich falsch informiert. Das ihr schon jahrelang Wickelballen macht war mir so nicht bewußt. Da ist natürlich gut sich in der Erntelinie zu verbessern und Zeit einzusparen.
Persönlich bin ich kein Freund von Wickelsilage. Aber jeder muß selbst entscheiden welche Erntemethode für sich und seinen Betrieb paßt. Darum bin ich gespannt wie es bei dir dann funktioniert. Hast du schon mal Betriebe kennen gelernt die solch ein Verfahren besitzen. Deren Erfahrungen sind bestimmt von Vorteil.
Gruß Uli


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28.11.2013 10:35
#11
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Profi

Hallo zusammen,
wir hatten ja den 3. Schnitt als Fahrsilo siliert. Letztes Jahr hatten wir den 2. Schnitt auch als Fahrsilo siliert, jedoch jede Menge Verluste gehabt.
Man muss dazu sagen, dass letztes Jahr das Fahrsilo das erste seit fast 18 Jahren war, uns sind dann doch ein paar Fehler unterlaufen, worauf die
Verluste zurückzuführen waren. Jetzt beim 3. Schnitt war die Abdeckung anders, allgemein war das Gras etwas feuchter als letztes Jahr der 2. Schnitt,
aber nicht zu feucht. Um Randverluste zu vermeiden bin ich immer mal wieder quer über den Haufen gefahren.
Das Ergebnis ist top! Quasi kein Verlust, selbst am Rand ist alles bis in die letzte Spitze sauber und ohne Schimmel durchsiliert.
Da wir mit eigenem Ladewagen gefahren haben, war der 3. Schnitt auch von den Kosten her unschlagbar.
Daher denke ich, dass wir zukünftig den 2. und 3. Schnitt als Fahrsilo silieren und den 1. Schnitt dann in Ballen machen,
man hat beim 1. Schnitt genug Zeit für Ballensilage und wir können beim Grünfutter gerade in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst immer schön Ballen mitzufüttern,
man muss nicht gleich einen großen Haufen anschneiden.
Den Bau des Wicklers kann ich mir also sparen, wobei der Bau eines Ballenladewagens trotzdem sehr interessant bleibt und auch schon geplant ist.

Gruß Sebastian


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29.11.2013 22:05
#12
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Profi

Hallo Sebastian,
schade das ihr bei eurer Silage im Fahrsilo so viel Verluste hattet. Bei wieviel TS erntet ihr das Gras und wie lange liegt es bei euch nach dem mähen bis ihr es sieliert. Je höher die TS ist umso schwieriger läßt sich das Silo verdichten und das schlimmste für Grassilage ist wenn die Luft nicht heraus kommt. Wenn es zu trocken ist fährt es sich als wenn es ein Schwamm ist der sich immer wieder aufpustet. Selbst hab ich im Extremfall, bei 25 Grad und starker Ostwind, morgens ohne Zetter gemäht und Nachmittags siliert. Es war auch Gras aus Extensiver Bewirtschaftung und da kann einem schon das Wetter einen Strich durch die Planung machen. Und weil da das Gras auch nicht zu üppig steht ist die Zeit bis es angewelkt ist, schneller um, als wenn es ein richtig üppiger Feldgrasbestand ist. Das Rundballen zufüttern in der Übergangszeit ist eine gute Lösung so hast du das Problem nicht das dein Silo keinen Vorschub hat und er dann nacherwärmt was wiederum zu Energieverlust führt.
Wie fütterst du die Rundballen? Wickelst du sie ab?
Gruß Uli


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29.11.2013 22:45
#13
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Profi

Hallo Uli,
den 2. Schnitt letztes Jahr haben wir bei zu heißem Wetter gemacht, es hat viel schneller getrocknet als erwartet, am Schluss eben zu trocken,
der 3. Schnitt diesen Jahres hat hundertprozentig gepasst, ist eine sehr schöne Silage ohne Verluste geworden.
Wir haben letztes Jahr mit 2 Schleppern gemäht und erst hinterher geschwadet, großer Fehler wie sich hinterher herausgestellt hat.
Beim 2. Schnitt kommenden Jahres werden wir es so machen, dass ich mit dem 844 mit FH und FZ vorne mit 2,70m und hinten mit 2,60m morgens gleich losfahre zum Mähen,
wenn mein Vater dann fertig im Stall ist und gefrühstückt hat, fährt er mit dem Schwader so um ca um 10.00Uhr hinter mir her und schwadet gleich, es muss bei allen Arbeitsgängen eben nur
dieselbe Abfolge der Schläge eingehalten werden, dann müsste das eigentlich recht gut klappen.
Unser Laufstall ist quadratisch, da er quasi improvisiert gebaut wurde weil die Umstände dementsprechend schon vorhanden waren.
Ein langer Futtertisch fiel von vornherein deshalb gleich aus. Wir haben einfach eine stabile Weideraufe von Patura in den Stall gestellt und setzen da eben den Ballen rein.
Das hat jetzt über 10 Jahre gut funktioniert, aber die Raufe ist jetzt ziemlich ausm Leim, das wird demnächst etwas umgebaut.
Da wir aber die Ballensilage schon im alten Anbindestall hatten, haben wir uns damals einen Abwickler von Fliegl umbauen lassen, dass er an den Frontlader passt und haben die
Ballen dann über die Länge des Futtertisches verteilt abgewickelt. Funktioniert gut, WENN man recht den Ballen recht mittig sticht, eiert sonst gewaltig!

Gruß Sebastian


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06.12.2013 21:36
#14
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Nabend zusammen,
also wie ich schon vorher geschrieben hatte, hat der 3. Schnitt einwandfrei geklappt, keine Verluste!
Hier mal Bilder vom Siloholen:


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06.12.2013 23:03
#15
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Hallo zusammen,

das Thema Ballensilage <->Fahrsilo war bei uns vor 1 Jahr auch ein großes Thema.
Großer Vorteil der Ballensilage wäre bei uns, dass es quasi im 1-Mann-Verfahren geht. Morgens ab auf zum Mähen, mittags kurz kreiseln, nachmittags/abends Schwaden, und am nächsten morgen wickeln. Ob die Ballen dann noch wegen der Witterung 2 oder 3 Tage auf der Wiese liegen ist ja quasi egal.
Leistungsmäßig wäre eine Press-Wickelcombi am MB-trac auch kein Problem (Favorit war die BIO von Taarum/Kverneland).

Da mein Bruder aber just zu der Zeit in seinem Studium eine Kosten/Nutzen-Rechnung durchführen sollte/musste, kam das natürlich genau gelegen :-)
Fazit war: Wenn mal voll eigenmechanisiert ist (Keinen Lohner zum Festfahren, Ladewagenfahren und/oder Häckseln), ist klar das Fahrsilo im Vorteil. Ganz zu schweigen von den Kosten für die Folie und den Aufwand, die Rundballensilage gescheit zu verfüttern (erneute Kosten z.B. für einen Rundballenschneider von Reermann!!!). Und da wir maschinenseitig doch ziemlich gut gerüstet sind (ein Kumpel von mir hat 120 Milchkühe und der hat keine größeren Maschinen ;-) ), haben wir uns dann bewusst FÜR das Fahrsilo entschieden.

Man muss dann aber auch die Art wie man siliert an das jeweilige Verfahren anpassen! Während man das Gras für die Rundballen guten gewissens auch mal einen ganzen Tag liegen lassen kann, heisst es halt beim Fahrsilo "maximal 24h, dann muss das Silo zu sein". Wir hatten letztes Jahr den Fehler gemacht das Gras vom 3. Schnitt 2 mal zu kreiseln (wetter war bewölkt und doch arg nass). Auf einmal kam dann die Sonne und zack, war das Gras fast dürr wie Heu. Das Ergebnis war, dass es fast nicht zu verdichten war und wir im Winter ca. 20% Schimmelverluste hatten. Beim Gras für das Fahrsilo kann es (gelinde gesagt) fast nicht feucht genug sein! Den diesjährigen letzten Schnitt haben wir Freitags um 14:00Uhr gemäht, und am Samstag um 12:00Uhr war das Silo abgedeckt und was soll ich sagen: Top Silage :-D

Da wir dieses Jahr auch unter Futterarmut leiden haben wir von unserem Nachbarn 10 Rundballen gekauft (2. Schnitt, keinerlei Düngung), das hat annähren Öhmd-qualität :-)

Ich brauche keinen Hut, mein Trac hat schon 6 Zylinder :-)

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07.12.2013 10:07
#16
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Hallo lordunschuldig,
was meinst du denn mit kreiseln, etwa Zetten bzw wie wir hier sagen, Wenden?
Wir lassen bei der Silage (außer bei Kleegras) diesen Arbeitsgang völlig aus....Mähen und dann recht bald Schwaden,
so ist die Gefahr des zu dürr werdens nicht allzu groß. Bei der Ballensilage konnte schonmal ein halben bis dreiviertel Tag, manchmal auch ein ganzer Tag zwischen Mähen
und Schwaden liegen, beim Fahrsilo fahre ich zukünftig morgens gleich nach dem Aufstehen los zum Mähen, so um 7:30 . Mein Vater kommt dann nach dem Füttern und Frühstück so um
10.30 mit dem Schwader hinterher. Bei gutem Wetter müsste das reichen, wenn man bedenkt, dass die Schwaden auch noch gut trocknen, bis man mit dem Ladewagen kommt.
Dann ist die Verdichtung im Fahrsilo selbst ja auch noch entscheidend. Bei uns hat es sich richtig gut bemerkbar gemacht, dass ich paar mal quer über den Haufen gefahren bin,
wir haben quasi keine Randverluste.
Wieviel ha siliert ihr und macht ihr Vollerwerb?

Gruß Sebastian


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07.12.2013 11:00
#17
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Hallo Sebastian,

ja, Zetten/Wenden ist gemeint (bei uns im Süden heisst es halt Kreiseln :-) ).

Wir kreiseln ALLES mindestens einmal, auch um mögliche Bodenansammlung am Gras (Maushaufen waren ´12 extrem viele!) loszuwerden. Bei Heu/Öhmd natürlich entsprechend öfter wegen dem Trocknungsgrad.
Wenn das Wetter natürlich extrem ist zum Silieren (30°C, direkter Sonnenschein etc.) wird meistens die letzte Wiese nicht bzw. nur sehr schnell durchgekreiselt, damit das Gras eben nicht zu Stark abtrocknet und sich dementsprechend schlecht verdichten lässt.

Wir haben ein Fahrsilo mit 2 Wänden (einmal Senkrecht, einmal Traunsteiner), damit fällt das quer fahren leider weg :-)

Randverluste haben wir auch so gut wie keine, trotz dass wir "nur" mit einer normalen Folie abdecken und dann zusätzlich noch ein Textilgewebe darüberziehen (dies aber nur als mechanischen Schutz gegen Katzen etc.), also auf Saugfolie/Wandfolie etc. komplett verzichten. Ich bin bei Wandfolie eh immer total skeptisch, da sich dann das Silo nicht bis ganz zum Rand verdichten lässt, und somit auch wieder Schimmelnester entstehen. Wenn aber die Wandfolie beschädigt wird, kann man sie grad weglassen!

Wir silieren immer so ca. 10-15ha, führen den Betrieb auch nur im Nebenerwerb.


Noch ein Vorteil der Ballensilage ist halt, dass man die Futterration mixen KANN (Balle 1 ist vom 1. Schnitt Moorwiese, Balle 2 vom 3. Schnitt, eher trocken, etc. pp), währen beim Fahrsilo entsprechend "alles in eines" kommt.


Was aber auch sehr entscheidend für die Futterqualität ist, ist was/wie das Gras bei dir wächst! Ohne gescheites Gras gibt es auch kein gescheites Futter. Siehe auch an den Ballen die wir jeztt gekauft haben vom Nachbarn. Wir düngen usnere Wiesen mit Gülle und Kunstdünger. Der nachbar düngt überhaupt nicht (hat vor 15 Jahren aufgegeben, bewirtschaftet halt noch die eigenen Flächen). Brutal was das für unterschiede macht, alleine von den Grassorten/Kräutern in den Wisen!
Aufgrund von vielen Narbenschäden (gemeine Rispe, Mäuse usw.) haben wir vor mittlerweile 2 Jahren einen APV Striegel angeschafft, mit dem wir dann jede Fläche ca. 0,5x pro Jahr "auskämmen" und dann wieder neu einsäen (man kann kaum glauben was da aus einem ha alles für zeug rauskommt!).
Bei Bedarf kann ich gerne mal Fotos suchen/machen.

Gruß Tobias

Ich brauche keinen Hut, mein Trac hat schon 6 Zylinder :-)

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11.01.2014 17:02
#18
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Hallo zusammen,
das Fahrsilo vom 3. Schnitt ist jetzt fertig verfüttert und das Silierergebnis war echt top!
Also wollen wir nächstes Jahr den 2. und 3. Schnitt auf nen Haufen fahren.
Bisher haben wir immer freie Haufen auf Erdboden gefahren, das würde ich gerne noch verbessern
und habe zum Beispiel bei Ulis Bildern mit der BvL Maisschaufel gesehen, dass er seinen Boden gepflastert hat,
gibts da nicht Probleme von wegen Oberflächenversiegelung etc. oder ist das einfach so ohne Genehmigung machbar?
Hat da jemand von euch Ahnugn drüber?

Gruß Sebastian


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11.01.2014 17:24
#19
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Profi

Hallo Sebastian,
die Silageplatte muß genehmigt sein und stellt auch gewisse Anforderungen.
Bei meiner ist noch eine alte Betonplatte drunter. Da die durch die Jahre schon mehr als Waschbeton aussah mußte eine Renovierung her. Pflasterklinker ist Säurefest und war für uns dann die erste Wahl. Das Sickerwasser muß aufgefangen werden. Für die Anlage der Platte muß auch eine Ausgleichsmaßnahme gemacht werden. Zumindest bei uns in NRW. Wie es in anderen Bundesländern aussieht kann ich nicht sagen.

Gruß Uli


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11.01.2014 18:37
avatar  844er
#20
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Profi

Hallo Sebastian,

ich bin mir nicht sicher, aber ich denke zum einen: Ohne Kläger, da kein Richter. Soll heißen, es wird sicher keiner was Sagen, wenn du auf der eigenen Hoffläche eine freie Fläche pflasterst..
Mein Nachbar hat da auf seinem Hof vor Jahren auch die vorhanden Silostelle (Maissilage) ausgekoffert, weißen Sand reingefahren und dann die Silostelle mit gelochten Klinkersteinen gepflastert, wo Regenwasser durchsickern kann.
Jetzt lebt mein Nachbar zwar nicht mehr, aber die gepflasterte Silolagefläche sieht nach mehreren Jahren Benutzung immer noch tadellos aus.
Also ganz ehrlich: Ich würde das genau so machen und garnicht so ein großes Aufsehen davon machen...
Muß aber letztendlich jeder selber für sich entscheiden

Gruß Alfred

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